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Conny Froboess
Cornelia Froboess wurde am 28.Oktober 1943 als Tochter des Komponisten und Tontechnikermeisters Gerhard Froboess und dessen Frau Margaretha in Wrietzen an der Oder geboren.
Denn dorthin flüchtete die werdende Mutter, um dem Kriegswirren in Berlin zu entgehen. Zuhause in Berlin wuchs Cornelia zu einer munteren Hinterhöfgöre mit einer lautstarken Stimme heran.
Bei Froboess' wurde sehr viel musiziert und die kleine Cornelia sang häufig zum Klavierspiel des Vaters. Und so kam es auch nicht von Ungefähr, dass sie ihren Vater zu Probeaufnahmen begleitete. Pack die Badehose ein, dass eigentlich für die Schöneberger Sängerknaben gedacht war, die verantwortlichen Herren jedoch nicht zufriedenstellte, beanspruchte Cornelia für sich. "Dicker, lass mich det mal singen" sagte sie in kindlicher Manier zu ihrem Vater, na, und das hat sie dann auch gemacht bei der RIAS-Sendung "Mach mit", der Rest ist Geschichte.
Nachkriegsdeutschland erklärte sie über Nacht zum ersten und beliebtesten Kinderstar ihres so gebeutelten Heimatlandes. Wahrscheinlich war es die Ungezwungenheit dieser kleinen Göre, die immer einen frechen Spruch auf den Lippen hatte und sich durchaus erwehren konnte. Raufen konnte der Wildfang und Rollerfahren, stets ein bisschen schneller als die anderen, die doch nur den Star in ihr sahen. Aber es gab selbstverständlich auch Neider, ob es Parallelklassenkameraden waren, die sie verhauen wollten oder Kollegen, die ihr den Erfolg missgönnten. Vielleicht deswegen überlegte sie ernsthaft, ob sie diesen Beruf weiter ausüben wollte. Als werdendes Fräulein wollte sie keine Kinderlieder mehr singen.
Nachdem sie mit ihrem Vater für ein Jahr in einem Züricher Club arbeitete, tauchte eines Tages der Produzent Nils Nobach mit zwei Paul-Anka-Hits für Conny auf. Einer der beiden, Diana, erreichte den zweiten Platz in der deutschen Hitparade und zeichnete den Anfang des zweiten Karriereabschnittes ab, der den ersten bei Weitem übertraf. Es entstand eine Hysterie, die neu und einzigartig war. Und noch viele Jahre später wurden andere Künstlerinnen mit Conny verglichen und an ihr gemessen. Sie wurde zum Teenager-Idol Nr. 1 und bildete mit Filmpartnern wie Peter Kraus, Peter Weck, Rex Gildo und Peter Alexander immer wieder neue und erfolgreiche Gespanne deutschen Film- und Musikindustrie.
In den weiteren acht Jahren war sie damit beschäftigt, einen Film nach dem anderen zu drehen und diese mit Musikstücken zu begleiten, die sich zumeist einen Platz in den Hitparaden festigten. Doch was beinahe keiner weiß ist die Tatsache, dass sie nur einen Nr. 1-Hit hatte: "Zwei kleine Italiener".
In der Zeit zwischen 1958 und 1963 dreht sie mit den großen Stars, zu denen sie natürlich selber bereits zählte, an die 20 Filme.
Nachdem sie bis 1963 vier Jahre lang bei Marliese Ludwig Schauspielunterricht genommen hatte, beschloss sie, eine Theaterlaufbahn einzuschlagen. Sie wurde unter Prof. Dr. Hellmuth Matiasek, im Salzburger Landestheater engagiert. Aus dieser Zusammenarbeit wurde eine Liebe, die am 3. August 1967 durch die Heirat amtlich wurde und bis heute anhält.
Dem Paar wurde 1968 zuerst die Tochter Agnes und Anfang 1970 der Sohn Kasper geboren.
Cornelia ist seit 1972 Mitglied des Münchner Kammerspielensembles und hat bei so erfolgreichen Produktionen wie Lulu , Faust, Groß und klein und Die Frau vom Meer mitgewirkt. Und zählt nicht erst seitdem zu den Eliteschauspielern der deutschen Theater- und Filmkunst. Sie wird gern bei Fernsehfilmen und Serienfolgen engagiert. Spielt als Gastschauspielerin an verschiedenen Theatern und hält Lesungen. Einmal hat sie sich auch ins Musicalfach gewagt - von 1984-1994 spielte sie die Eliza Doolitte in My fair Lady und feierte damit wieder einmal einen großen Erfolg.
Nachdem beide Kinder ausgezogen sind, wohnen Cornelia und Hellmuth nun allein in bäuerlicher Idylle im Bayrischen; den "Rinklhof" ziert ein Gewächshaus, das Cornelia von ihren Kindern, Agnes und Kasper, und dem "Ihrigen" zum fünfzigsten Geburtstag geschenkt bekam.
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