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Deep Purple



 
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   DP7113a Deep Purple - Hamburg_ Hochhaus a_d_Reeperbahn 10_04_1972



 
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   DP7113d Deep Purple - Hamburg_ Hochhaus a_d_Reeperbahn 10_04_1972

"Wir gingen nach Montreux ans Ufer des Genfer Sees ... hatten aber nicht viel Zeit", erzählen Deep Purple zu Beginn ihres bekanntesten Songs. Erst belegte Frank Zappa das Casino, in dem sie aufnehmen sollen, dann fällt es auch noch einem Brand zum Opfer. Mit dem ausgeliehenen mobilen Soundequipment der Rolling Stones nehmen sie das Album "Machinehead" kurzerhand im Keller ihres Hotels auf. Dabei entsteht ein Track über die schweizer Erlebnisse: "Smoke On The Water".
Damit schaffen sie die bekannteste Hardrock-Hymne neben Black Sabbaths "Paranoid" und Led Zeppelins "Stairway To Heaven". Die drei Bands gelten als Gründer des Genres und kommen oft im gleichen Satz vor - von vergleichsweise härteren Tönen abgesehen, haben Deep Purple jedoch wenig mit den anderen zwei gemeinsam. Einerseits, weil ihre Musik eher in der Klassik als im Blues wurzelt, andererseits, weil die Orgel wesentlicher Bestandteil ihrer Stücke ist.
Hinzu kommt ein ständiger Mitgliederwechsel. Die Gründer Jon Lord (Orgel), Ritchie Blackmore (Gitarre), Ian Paice (Schlagzeug), Nick Simper (Bass) und Rod Evans (Gesang) finden 1968 in England zusammen. Alle haben schon Band-Erfahrung, der Name stammt scheinbar aus dem Lieblingslied von Blackmores Oma.
Den ersten Erfolg feiern sie schon mit dem Debütalbum "Shades Of Deep Purple": Ihre Coverversion von "Hush" erreicht Position fünf in den US-Singlecharts. EAber erst mit "April" aus ihrem dritten Album "Deep Purple" (1969) setzen sie die Weichen für ihre Zukunft. Das Stück gründet auf T.S. Eliots Poem "The Waste Land" und enthält lange Improvisationen von Lord und Blackmore. Mit ihrer Kombination aus druckvollen harten Klängen und bis dahin in der Rockmusik unüblichen Tonleitern machen sie sich auch live einen Namen.
Vor allem Lord entwickelt die Verbindung zwischen Rock und Klassik weiter. Die Erstaufführung seines "Concerto For Group And Orchestra" mit dem London Philharmonic Orchestra" in der Royal Albert Hall 1969 begründet nicht nur ein neues Genre. Es ist auch der erste Auftritt ders bekanntesten Purple-Line-Ups, in dem Ian Gillan Evans und Roger Glover Simper ersetzen.
Die folgenden drei Studioalben verschaffen den weltweiten Durchbruch. "Fireball" und "Machine Head" erreichen die Spitze der englischen Charts, mit "Child In Time", "Highway Star", "Speed King" und "Smoke On The Water" enthalten sie zudem die besten Stücke der Band in ihrer kreativ fruchtbarsten Phase. Davon zeugt das 72er Livealbum "Made In Japan", in dem die Zusammenarbeit zwischen der kräftigen Stimme Gillans, der Rhythmusgruppe Paice und Glover sowie den Virtuosen Lord und Blackmore ihren Höhepunkt erreicht.
1973 ist das als "Mark II" bekannte Lin-Up am Ende. Gillan und der immer egozentrischere Blackmore können sich nicht mehr riechen, nach Gillans Auftritt in der Verfilmung von Andrew Lloyd Webbers Musical "Jesus Christ Superstar" und der eher schwachen LP "Who Do We Think We Are" werfen Glover und Gillan das Handtuch. An ihre Stelle treten Glenn Hughes und der spätere Whitesnake-Frontmann David Coverdale.
"Burn" und "Stormbringer" (beide 1974) schaffen es in die Top Ten. Anschließend steigt Blackmore aus, um Rainbow zu gründen. Der neue Gitarrist Tommy Bolin schafft es in keinster Weise, seinen charismatischen Vorgänger zu ersetzen. Deep Purple lösen sich nach dem enttäuschenden "Come Taste The Band" (1975) auf. Wenige Monate später stirbt Bolin an einer Überdosis.
Nach mehr oder weniger erfolgreichen Nebentätigkeiten - Lord und Glover heuern zeitweise bei Whitesnake an, Gillan singt auf einem Sabbath-Album und Blackmore festigt mit Rainbow seinen Kultstatus - finden die "Mark II"-Mitglieder 1984 überraschend wieder zusammen. Das Ergebnis sind nicht nur das gelungene Studioalbum "Perfect Strangers" (1984) und der Nachfolger "The House Of Blue Light" (1987), sondern auch eine ausgiebige Welttour, die auf "Nobody's Perfect" (1988) dokumentiert ist. Gillan und Blackmore kommen sich unvermeidlich erneut in die Quere und wieder ist es der Sänger, der den Hut nimmt. Mit dem ehemaligen Rainbow-Frontmann Joe Lynn Turner und dem 1990er Album "Slaves & Masters" beginnen anschließend sechs chaotische Jahre. Für die Studioplatte mit dem autobiografischen Titel "The Battle Rages On ..." (1993) kommt Gillan erneut ins Boot, springt aber kurz danach wieder ab. Dann ist es Blackmore, der mitten in der Welttour im Streit austritt, vorläufig ersetzt durch Joe Satriani. Dafür kehrt Gillan zurück. Auf dem '96er "Purpendicular" heißt der neue Mann schließlich Steve Morse, ehemaliger Gitarrist von Kansas. Mit dieser Besetzung bringen Deep Purple auch das "Abandon" (1998) heraus, touren anschließend jahrelang um die Welt und sind sich dabei nicht zu schade, auf kleineren Festivals oder in der Provinz aufzutreten. Blackmore sucht dagegen mit seiner Muse Candice Night unter dem Namen Blackmore's Night kostümiert mittelalterliche Schlosskeller auf und gibt erfolgreich Pseudo-Renaissancemusik zum Besten.
Nach einer Neuaufführung des "Concerto For Group And Orchestra" im Jahr 2000 beschließt Lord, sich seiner alten Liebe zu widmen, und steigt aus. Der Ersatzmann in der mittlerweile "Mark VIII"-Besetzung ist Keyboarder Don Airey, der schon für Rainbow, Gary Moore und Ozzy Osbourne spielt. Die vorläufig letzten Kapitel der langen Bandgeschichte tragen die Titel "Bananas" (2003) und "Rapture Of The Deep" (2005).

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Star-Club Hamburg 13.04.1962 - 31.12.1969


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