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Liza Minelli
Als Tochter der Schauspielerin Judy Garland und dem Film-Direktor Vincente Minnelli, wächst der Broadway-Star in Hollywood auf. An Stelle von Spielplätzen und Kindergärten bestimmen Bühnen und Kameras den Alltag der kleinen Liza. Später empfindet sie es als völlig normal, im Rampenlicht zu stehen und als Person in der Öffentlichkeit zu leben.
Am 12. März 1946 spielt Minnelli im zarten Alter von zweieinhalb Jahren ihre erste Rolle im Streifen "Good Old Summertime". Als die kleine Liza fünf Jahre alt ist, trennen sich ihre Eltern, und sie muss zwischen Mutter und Vater hin und her tingeln. Viele Schulwechsel prägen ihre Kindheit. Diese unkonventionellen ersten Jahre hinterlassen Spuren für den Rest ihres Lebens. Bei ihrem Vater lernt die junge Schauspielerin, ihre Träume auszuleben und so zu sein, wie sie möchte. Ihre Mutter ist eine strenge Frau, die Minnelli Vieles vorschreibt und verbietet. Später meint der Star dazu: "My mother gave me my drive, but my father gave me my dreams". Sie will aus den Fehlern ihrer Mutter lernen, wie Liza in einem Interview angibt. 1952 heiratet Judy Garland schon ihren neuen Mann Sid Luft, und Liza bekommt eine neue Schwester und einen kleinen Bruder.
1961 nimmt Minnelli sich vor, eine Schauspielschule in New York zu besuchen, bricht diese jedoch bald wieder ab. In Zukunft übernimmt sie kleinere Parts in Filmen oder synchronisiert Stimmen. Den ersten wirklichen Erfolg kann Liza schon mit 17 Jahren feiern, als sie ihr Debüt im Broadway Musical Best Foot Forward gibt. Ihr erstes Albumrelease findet im Jahr 1964 auf dem Label Capitol statt und steigt in die Billboard Charts ein, was die folgenden Alben nicht mehr erreichen. Erst "Live at the London Palladium" schafft es in die Top 100 und ebnet den Weg für eine große Gesangskarriere. Mit 19 bringt sie als jüngste Frau seit der Entstehung des Preises den Tony Award mit nachhause. Weitere erfolgreiche Platten und Musical-Auftritte folgen.
1967 heiratet Liza Minnelli Singer/Songwriter Peter Allen, von dem sie sich bald wieder trennt. Drei Wochen nach der Hochzeit stellt sich heraus, dass er homosexuell veranlagt ist. Wenige Jahre später stirbt dieser Ex-Mann an Aids. Es ist nicht das letzte Mal, dass Minnelli sich in einen homosexuellen Mann verliebt. Alle ihre drei Ehen scheitern mit der Zeit, doch mit ihren künstlerischen Aktivitäten kann Liza zukünftig mehr Erfolg verbuchen. 1969 gewinnt sie den Preis Academy Award als beste Schauspielerin. Etliche weitere Auszeichnungen folgen. Ende der Siebziger floppen immer mehr ihrer Streifen, und die Allrounderin beginnt, vermehrt rund um den Erdball zu touren.
Auch das private Leben der Diva gerät aus dem Lot. So muss sie in die berühmte Prominenten-Entzugsklinik Betty Ford gehen, um eine Therapie zu machen. Im Juni 1985 meldet sie sich jedoch mit einer Tour zurück, neue Veröffentlichungen erreichen nach zehn Jahren Stillstand wieder die Charts. Die Party-Queen kollaboriert sogar mit den derzeit populären Pet Shop Boys. Sie gönnt sich keine Pause und dreht einen Film nach dem anderen ab. Mit einigen Kollabos kann Liza sich in den Dance-Charts breit machen und die Top 10 knacken.
Im März 1996 produziert sie mit Angel Records ein Pop-Standart-Werk. Eine Promotion-Tour schließt an die Veröffentlichung an und endet mit einer Grammy-Nominierung für die beste traditionelle Pop Performance. "There is no glitter or pizzazz to my vocals. It's just raw me, singing as sweetly and honestly as I know how."
Doch auch dieser Lebensabschnitt ist geprägt durch Schicksalsschläge. Eine schlimme Lungenentzündung und eine Gehirnentzündung müssen im Jahre 2001 bewältigt werden. Selbst diese Steine im Weg der Frau, die schon früh auf eigenen Beinen stehen muss, bringen sie nicht davon ab, weitere Auftritte zu absolvieren: "I know how to deal with all this".
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